Alpaka-Wolle in der Mode – Infos und Möglichkeiten

© openlens - Fotolia.com

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Alpakas sind eine Kamelart, die aus den südamerikanischen Anden stammt und aus einer Weiterzüchtung des Lamas entsprang. Schon die Inkas hielten sich Alpakas wegen ihres Fleisches, als Lasttier und vor allem aber wegen ihrer Wolle.

Besonderheiten von Alpaka-Wolle

Alpaka-Wolle gilt als hochwertiges Material zur Weiterverarbeitung für Bezüge, verschiedene Heimtextilien oder modische Bekleidung. Die sehr feinfaserige Wolle besitzt einen hohen Glanz und zeichnet sich insbesondere durch ihr gutes Isoliervermögen und ihre thermischen Eigenschaften aus. Im Vergleich zu anderen Wollmaterialien, wie beispielsweise der Schaf-Wolle, wird der Alpaka-Wolle ein besonders hoher Tragekomfort zugeschrieben. Sie ist fein, leicht und schmiegt sich weich an die Haut. Aus diesem Grund wird Alpaka-Wolle in Bezug auf den Komfort oft sogar mit Kaschmir-Wolle verglichen und trägt in seiner Heimat zudem den Spitzenamen „Vlies der Götter“.

Die wichtigsten Merkmale und Eigenschaften von Alpaka-Wolle zusammengefasst:

  • schützt gegen Kälte, Nässe und Wind
  • bis zu fünf Mal wärmer als Schafwolle
  • sehr hoher Tragekomfort, kratzt nicht
  • sehr gute Weiterverarbeitungsmöglichkeiten
  • hochwertiges, schmutzresistentes Naturprodukt
  • fusselt nicht
  • ungefärbt in bis zu 22 Schattierungen erhältlich
  • Material besitzt einen natürlichen Glanz
  • aufgrund seiner thermischen Eigenschaften auch für warme Tage geeignet

Textilien aus Alpaka-Wolle

Da Alpaka-Wolle sich neben seinen anderen positiven Eigenschaften unter anderem auch dadurch auszeichnet, dass sie sich sehr einfach und vielseitig weiterverarbeiten lässt, eignet sich diese Naturfaser zur Herstellung verschiedenster Textilien. Sie kann gewebt, gestrickt oder gefilzt werden, aus ihr können Sitzbezüge, Decken, Socken, Schals, Pullover und vieles mehr entstehen. Da Alpaka-Wolle eine antibakterielle Wirkung hat, ist sie sogar zur Herstellung von Unterwäsche und für Allergiker geeignet.

Besonders zu empfehlen sind jedoch Alpaka-Decken und Winterbekleidung aus Alpaka-Wolle. Das Alpaka selbst lebt in Höhen von über fünftausend Meter, weshalb sein Fell es sehr gut gegen Kälte, Nässe und Wind schützen muss. Alpaka-Wolle ist daher bis zu fünfmal wärmer als beispielsweise Schafwolle. Anders als andere Wollarten, sind Naturfasern vom Alpaka jedoch aufgrund ihrer thermischen Eigenschaften auch im Sommer angenehm zu tragen und sorgen für ein gutes Körperklima.

Die weiche und seidige Beschaffenheit der Wolle macht sie außerdem für die Herstellung von Kinderbekleidung sehr attraktiv. Kinder lehnen Schafwolle oft ab, da diese sich trotz ihrer wärmenden Eigenschaften kratzig und unangenehm auf der Haut anfühlen kann. Alpaka-Wolle sorgt dagegen nicht nur für ein angenehmes Tragegefühl, sondern ist obendrein auch noch sehr schmutzresistent.

Alpaka-Wolle in der Mode

Die Wolle vom Alpaka gilt heutzutage als Edelfaser, denn Textilien aus Alpaka-Wolle vermitteln durch ihren Glanz und ihren hohen Tragekomfort stets einen hochwertigen und exklusiven Charakter. Da Naturfasern aktuell sehr im Trend liegen, greifen viele Designer neben Kaschmir und Seide so auch auf die Wolle des Alpaka zurück. Dabei wird die Faser bevorzugt naturbelassen, sprich, sie bleibt ungefärbt. Modedesigner machen sich stattdessen die vielseitigen Schattierungen und Farben zunutze, welche Alpaka-Wolle von Natur aus mit sich bringt.

Besonders beliebt ist das Material vor allem bei der Herstellung von Schals, Mützen, Strickjacken und Pullovern, wobei Alpaka-Wolle sowohl für Sommer- als auch für Winterbekleidung geeignet ist und eingesetzt wird. Immer wieder im Trend sind zudem traditionelle Ponchos aus Alpaka-Wolle, da diese auch die Kultur des Materials wiederaufnehmen.

Kleiner Tipp zum Abschluss: Der Wolle vom Baby- und Royal-Alpaka wird übrigens die höchste Qualitätsstufe zugeschrieben.

Weitere Quellen:

Surifarm.de

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