Chinos

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Über Chinohosen, oder kurz: Chinos, wird häufig in Fachkreisen diskutiert. Das eine Lager geht davon aus, dass mit der Chino ein bestimmter Hosenschnitt bezeichnet wird, die Gegenseite argumentiert hingegen in die Richtung, dass der Stoff namensgebend für die Chino sei. Es sei gesagt: Letzter Argumentation muss Recht gegeben werden, wenngleich heute mit Chinos ein bestimmter Hosenschnitt in Verbindung gebracht wird. Zur Erklärung:

Was sind Chinos?

Bei Chions handelt es sich um Hosen, die aus dem so genannten Chino-Twill gefertigt werden. Chino-Twill ist ein Stoff aus Baumwolle, der in Körperbindung produziert wird. Dabei ist er extrem leicht und vor allem auch im Sommer sehr angenehm zu tragen. Rein stofflich gleichen die Chinohosen den Cargohosen, allerdings kommen Chinos ohne Taschen an den Beinen aus.



Wie häufig in der Bekleidungsindustrie wurde der Stoff zunächst für Militäruniformen verwendet, ehe er in der Zivilbekleidung verwendet wurde. Das Textil wurde zunächst in China produziert und erhielt dann auf den Philippinen seinen (spanischen) Namen, der später schließlich auch für die Hose aus dem Chinostoff verwendet wurde.

Wie kam es zur Namenskontroverse?

Heute werden Chinos vor allem in der Freizeit getragen, konnten sich jedoch auch in der (sommerlichen) Business-Bekleidung etablieren. Die Kontroverse darum, ob mit Chinos eine Schnittform oder ein Stoff bezeichnet wird, entstand vor allem aus der heute üblichen Form der Hosen, die mit einem niedrig und weit sitzenden Schritt sowie meist engen und/oder krempelbaren Hosenbeinen daher kommen. Viele Hosen mit diesem Design und in unterschiedlichen Farben (besonders beliebt: Navy, Khaki, Schwarz und Beige) werden heute als Chions bezeichnet, obwohl der Name eigentlich dem Textil zugewiesen werden müsste.

Chinohosen sind mittlerweile zu einem festen Bestandteil zeitgenössischer Mode geworden. Sie lassen sich in der Freizeit zu Shirts und Sneakers ebenso gut kombinieren wie fürs Büro zu Blazer, Bluse/Hemd und Pumps oder Slippern.