Krawattenknoten binden – Überblick über verschiedene Techniken

© Robert Kneschke - Fotolia.com

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Der Mann von heute trägt Krawatte und das nicht nur zu einer besonderen, sondern zu vielen Gelegenheiten. Immer noch ist das modische Outfit mit Hemd und Krawatte der Stoff für viele Unsicherheiten und modische Fehltritte. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie man einen Krawattenknoten bindet und welcher davon zu welchem Hemd bzw. Outfit passt.

Materialien der Krawatte – wichtig für die Art des Knotens

Hochwertige Krawatten für elegante Outfits werden aus Seide angefertigt, sie sind dadurch edel in der Qualität, aber auch schwieriger zu binden. Als Alternative dazu wird Kaschmir angeboten, ähnlich edel, aber einfacher zu binden und weicher im Griff. Günstige Modelle sind aus Polyester, leider sehen sie auch häufig so aus, lassen sich dafür aber problemlos binden. Krawatten aus einem Mischgewebe sind je nach Verhältnis der einzelnen Garne unterschiedlich in den Eigenschaften. Abhängig vom Material passt nicht jeder Krawattenknoten zu jeder Krawatte und erst recht nicht zu jedem Hemd. Um Ihnen die Entscheidung leichter zu machen, haben wir die wichtigsten Fakten für Sie zusammengestellt:

Die klassischen Krawattenknoten

Der „Four in Hand“-Knoten ist leicht zu binden und passt zu einer schmalen Krawatte, die zu einem Hemd mit einem kleinen Kragen gewählt werden sollte. Er ist genau richtig für alle, die noch nicht so geübt im Krawattenbinden sind:

  1. Schlagen Sie den Hemdkragen hoch und legen Sie die Krawatte so um den Hals, dass das breite Ende auf der linken Seite ist. Es sollte in etwa 30 cm länger als das gegenüberliegende, schmale Ende sein.
  2. Das breite wird nun über das schmale Ende gelegt, ist also jetzt auf der rechten Seite. Nun wird es hinter dem schmalen Ende herumgelegt und zeigt nach links.
  3. Legen Sie nun das breite Ende wieder nach rechts über das schmale Ende und ziehen Sie es von unten an der Halsmitte durch. Dadurch erhalten Sie eine Schlaufe, durch die Sie das breite Ende ziehen. Nun sollte Ihre Krawatte einen glatten Knoten zeigen und das schmale hinter dem breiten Ende liegen.
  4. Hat das breite Ende der Krawatte auf der Rückseite eine Schlaufe, um das schmale Ende durchzuziehen, ist dieses dort gut aufgehoben. Die Krawatte darf locker herunterhängen oder mit einer Krawattennadel am Hemd festgeklippt werden.

Außer dem „Four in Hand“-Knoten“ zählt auch der einfache „Windsor-Knoten“ zu den klassischen Krawattenknoten. Er lässt sich ebenso einfach durchführen:

  1. Wieder liegt das breite Ende linksseitig und ist um ca. 30 cm länger als das schmale Ende. Das breite Ende wird von unten in Höhe der Mitte nach oben durchgezogen
  2. Von links unten hinter dem schmalen Ende zur anderen Seite geführt.
  3. Dann noch einmal über dem schmalen Ende zur anderen Seite legen, dadurch entsteht eine Schlaufe.
  4. Die Halsschlaufe wieder zurück nach oben führen und durch die eben gebildete Schlaufe nach unten ziehen. Etwas festziehen und korrigieren, fertig ist der einfache „Windsor“-Knoten.

Die modernen Krawattenknoten

Neben den klassischen Krawattenknoten werden die modernen Variationen bis auf den“ Oriental“ als mittelschwer oder für erfahrene Krawattenträger bezeichnet. Dieser eignet sich für den schmalen Kent- oder Windsor-Kragen, erfordert jedoch eine breitere Krawatte. Der „Oriental“ ist von den modernen Krawattenknoten am einfachsten zu binden:

  1. Den Kragen wie zuvor hochstellen und Krawatte mit der Naht nach außen umlegen, das breite Ende unter dem schmalen Ende nach links zeigen lassen.
  2. Dann wieder zurück über dem schmalen Ende nach links legen und von unten an der Halsmitte nach oben durchziehen. Dadurch ist eine Schlaufe entstanden, durch die das breite Ende nun hindurchgezogen wird.

Der Krawattenknoten muss nur noch festgezogen und korrigiert werden und ist dann schon perfekt. Die schnelle Fertigstellung dieses Knotens hat jedoch den Nachteil, dass er gerne verrutscht, also öfter nachgerückt werden muss. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass er wegen seiner flachen Größe auch proportional zum Kragen passt.

Der Krawattenknoten für Eilige

Wer schnell und ohne lange Prozedur einen Krawattenknoten binden möchte, wird den „Kent“-Knoten lieben. Er lässt sich nach einem oder zwei Übungsdurchgängen blind anfertigen und ist für ungeduldige Herren genau richtig:

  1. Der Trick bei diesem Knoten ist, dass das breite Ende einmal umgedreht wird, sodass die Naht nach oben liegt und sich auf der linken Seite befindet.
  2. Dann wird es über das schmale Ende wieder links herüber gelegt und unter der Halsschlaufe durchgezogen sowie von der Mitte aus wieder gerade nach unten durch die eben entstandene Schlaufe.

Damit ist der „Kent“-Knoten auch schon fertig, sofern Sie nicht vergessen haben, die Drehung des breiten Endes im Bereich unter dem seitlichen Kragen festzuhalten. Nur wenn diese Drehung sich nicht wieder löst, sitzt der „Kent“-Knoten perfekt und die Krawatte zeigt einen tadellosen Sitz.

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